Grüner Veltliner: Warum das „Pfefferl“ kein Zufall ist

Das Wichtigste in Kürze
- Das Pfefferl kommt vom Aromastoff Rotundon
- Kühle Nächte und Lössböden fördern die Würze
- Zu späte Lese schwächt das Pfefferl ab
- Tipp: Gutswein und Lagenwein im Vergleich verkosten
Wer Grünen Veltliner trinkt, kennt es: diesen feinen, prickelnden Hauch von weißem Pfeffer am Gaumen. Wir Österreicher nennen es liebevoll das „Pfefferl“. Aber woher kommt es eigentlich?
Rotundon – das Pfeffer-Molekül
Verantwortlich ist ein Aromastoff namens Rotundon. Er steckt auch im schwarzen und weißen Pfeffer – und eben in den Beerenhäuten des Grünen Veltliners. Schon winzige Mengen genügen, damit wir ihn wahrnehmen.
Was das Pfefferl stärker macht
- Kühle Nächte im September: Rotundon bildet sich vor allem bei moderaten Temperaturen
- Lössböden wie am Hochberg, die gleichmäßig Wasser liefern
- Nicht zu späte Lese – bei Überreife verschwindet die Würze zugunsten von Frucht
- Sanftes Pressen und kühle Gärung im Keller
Unser Tipp zum Verkosten
Probieren Sie unseren Grünen Veltliner Falkenried und den Grünen Veltliner Ried Hochberg nebeneinander. Der erste zeigt das Pfefferl frisch und vordergründig, der Lagenwein eingebunden in Kraft und Schmelz. Ein spannender Vergleich – am besten zum Wiener Schnitzel.





