Lese 2026: Ein Jahrgang, der Geduld belohnt hat

Das Wichtigste in Kürze
- Spätfrost im April – geringe Schäden dank Frostkerzen
- Goldener September sorgt für vollreife, gesunde Trauben
- Grüner Veltliner 2026: würzig mit knackiger Säure
- Jungweinpräsentation am 21. November
Am 4. Oktober haben wir die letzten Trauben vom Hochberg in den Keller gebracht – und zum ersten Mal seit Wochen durchgeatmet. Der Jahrgang 2026 hat uns einiges abverlangt. Aber wenn wir jetzt in die Gärtanks schauen und probieren, wissen wir: Es hat sich gelohnt.
Ein Frühjahr mit Herzklopfen
Der Austrieb kam spät, und in der Nacht auf den 19. April fiel das Thermometer in den unteren Lagen auf minus zwei Grad. Wir haben die ganze Nacht Frostkerzen in der Ried Kirchweingarten entzündet. Der Schaden blieb zum Glück gering – nur im Blauburgunder fehlen uns etwa 15 Prozent der Menge.
Ein Sommer zum Durchhalten
Der Juni war nass, der Juli heiß. Für die Laubarbeit bedeutete das: jeden Rebstock zweimal anschauen, entblättern, Luft an die Trauben lassen. Auf den Steilterrassen der Steinleiten heißt das Handarbeit – Meter für Meter.
Ein goldener Herbst
Und dann kam der September, den man sich als Winzer wünscht: warme Tage, kühle Nächte, kaum Regen. Die Trauben konnten in Ruhe ausreifen. Wir haben in drei Durchgängen gelesen und nur vollreife, gesunde Trauben in den Keller gebracht.
Was Sie erwarten dürfen
- Grüner Veltliner mit viel Würze und knackiger Säure – ein klassischer Pfefferl-Jahrgang
- Riesling von der Steinleiten mit beeindruckender Präzision
- Zweigelt mit dunkler Frucht und feinen Tanninen
- eine kleine Menge edelsüße Auslese – wenn das Wetter im November mitspielt
Die ersten Jungweine präsentieren wir beim „Jungen Falken“ am 21. November im Innenhof. Wir freuen uns auf Sie!



